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Rückblick Jahreshauptversammlung 2025 ESC Geretsried

Knapp 50 interessierte Teilnehmer durfte der 1. Vorstand Markus Janka vergangenen Donnerstag am 17.07.2025 bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthof Geiger begrüßen. Auf der Tagesordnung standen neben den obligatorischen Berichten der verschiedenen Abteilungen u.a. auch die Neuwahl der Vorstandschaft.
Die Versammlung startete mit zwei äußerst erfreulichen Beiträgen. Emma Gania wurde für ihre herausragenden Leistungen im Rahmen der Special Olympics in Turin geehrt, wo sie sensationell Gold holte. Janka betonte, wie stolz der Verein sei, solche Sportler in seinen Reihen zu haben. Weniger sportlich aber unfassbar wichtig war das Engagement des zweiten Geehrten. Stefan Strobl, der erste 1. Vorstand in der Geschichte des ESC Geretsried, erhielt für seine Verdienste um den Verein die Ehrenmitgliedschaft. Strobl übernahm den Verein in einer ganz schwierigen Zeit, denn zur Abspaltung vom TuS Geretsried inklusive Neugründung im Jahr 2006 kam der erschwerende Punkt hinzu, dass das alte Dach aufgrund der damaligen Schneelasten einsturzgefährdet war und demontiert werden musste.
Anschließend gab die Vorstandschaft Ein- bzw. Rückblicke in die verschiedenen Bereiche des Vereins. Knapp 600 Mitglieder zählt der ESC Geretsried aktuell, wobei der Nachwuchs den absoluten Hauptanteil stellt. Die Nachwuchsarbeit an sich befindet sich immer weiter im Aufschwung, wie der scheidende kommissarische Nachwuchsvorstand Martin Melchert näher erläuterte. Der seit Jahren hohe Zulauf über die Eishockeyschule sorgt mittlerweile dafür, dass sowohl U9, U11 als auch U13 jeweils zwei Teams stellen konnten. Dabei flitzten allein bei U9 und U11 in Summe fast 100 Kinder regelmäßig über das Eis. Neben der Quantität wird aber auch die Qualität kontinuierlich gesteigert. Den Nachwuchsteams des ESC gelingen immer wieder Turniererfolge und auch zu renommierten Veranstaltungen werden die jungen River Rats wieder regelmäßig eingeladen. Bei Turnieren in Köln, Mannheim und vielen anderen Eishockeyhochburgen, dürfen sich die River Rats mit nationalen und internationalen Topteams messen. Auch im „oberen Bereich“ ist eine Weiterentwicklung zu sehen. Mit der U15 konnte die Landesligameisterschaft gefeiert werden und auch die U20 qualifizierte sich für die Endrunde in der Landesliga. Positiv wirkte sich hier sicherlich auch die erstmalige Installation eines hauptamtlichen Nachwuchstrainers aus. Markus Hätinen betreute die U17 und U20 als Chefcoach und unterstützte die Trainer der übrigen Nachwuchsteams. Die Spieler und Spielerinnen des ESC konnten mit mehrfachen Nominierungen für die Damen-Jugend-Nationalmannschaften sowie die männlichen BEV-Landeskader und Camps zeigen, dass beim ESC eine erstklassige Ausbildung stattfindet. Alles in allem wird im Nachwuchs eine hervorragende Arbeit geleistet, die nur dank wahnsinnig vieler engagierter Helfer so möglich ist.
Die Damenmannschaft erreichte Platz 4 in der Bayernliga, was angesichts zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle, absolut als Erfolg gewertet werden kann. Besonders hervorzuheben ist das letzte Saisonspiel gegen Kempten: Mit lediglich acht Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen zeigte das Team großen Kampfgeist und holte im Schlussdrittel ein Unentschieden gegen ein stark besetztes Team mit einigen Nationalspielerinnen. Erst in den letzten Spielminuten entschied Kempten dann die Partie für sich.
Auf eine Saison voller Highlights kann die Inklusionsabteilung zurückblicken. Teilnahmen erfolgten an nationalen und internationalen Wettbewerben, Showauftritten, Veranstaltungen sowie den Special Olympics World Winter Games in Turin, welche von 8. Bis 15. März stattfanden. Konkret trat die Inklusionsgruppe bei Wettbewerben in Dornbirn, Innsbruck, Ottobrunn und Ingolstadt an. Höhepunkt war Emmas Goldmedaille bei den Weltspielen in Turin – ein historischer Erfolg für den ESC River Rats Geretsried und den Inklusionssport. Insgesamt erzielte der Bereich Inklusion 4× Gold, 5× Silber, 2× Bronze sowie die Goldmedaille bei den Weltwinterspielen.
Zufrieden zeigte sich auch die Abteilung Eiskunstlauf. Derzeit zählt der Bereich 85 Mitglieder, davon 47 aktive Läuferinnen, was die Sparte allerdings an die Kapazitätsgrenze bringt. Die Wettbewerbsläuferinnen und -läufer stellten sich mehreren Herausforderungen. Bei sieben Vereinswettbewerben sammelten sie wichtige Erfahrungen. Ein besonderer Saisonhöhepunkt war das eigene Schaulaufen mit rund 300 Zuschauern. Angespannt ist die Situation im Trainerteam, wo aktuell nur zwei Trainerinnen regelmäßig auf dem Eis stehen.
Ein kurzes Resümee zur 1. Mannschaft lieferte der Sportliche Leiter Klaus Berger. Das Team von Trainer Hans Tauber jun. schrammte knapp an den Pre-Playoffs vorbei, sicherte den Klassenerhalt dann aber in der Abstiegsrunde. Die Steigerung der Zuschauerzahlen auf knapp 500 zeigt, dass das Interesse in Geretsried durchaus vorhanden ist und durch verschiedene Aktionen auch weiterhin angehoben werden soll.
Aufmerksam folgten die Zuhörer dann den Schilderungen von Stefan Heindl. Der Finanzvorstand gab Einblick in die aktuelle Lage des Vereins, die Markus Janka zuvor bereits als „angespannt“ bezeichnete. In nackten Zahlen ausgedrückt: 770.000 Euro Einnahmen standen 780.000 Euro Ausgaben gegenüber, was ein Minus von knapp 10.000 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr bedeutet. Erfreulich war definitiv, dass die Einnahmen um fast 50.000 Euro gesteigert werden konnten. Die größten Faktoren waren hier die positiven Entwicklungen bei Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Eintrittsgeldern. Zu den größten Kostentreiber auf der Ausgabenseite zählen die Blöcke Stadionmiete und Personal, welche auch in Zukunft gewaltige Herausforderungen mit sich bringen werden. Heindl war trotzdem nicht unzufrieden mit der finanziellen Entwicklung des ESC: „Auch wenn wir erneut kein ausgeglichenes Ergebnis erzielen konnten, ist es uns gelungen, das strukturelle Defizit – insbesondere bedingt durch die gestiegenen Mietkosten nach der Überdachung unseres Stadions – deutlich zu reduzieren.“ Einen großen Dank sprach der Finanzvorstand an dieser Stelle an die Stadt Geretsried aus, ohne deren Unterstützung es nicht gehen würde. Auch dem Team um Ralf Weber wurde gedankt, das sich sehr gewissenhaft um die Akquise und Pflege neuer und bestehender Sponsoren kümmert.
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt war zudem die Einführung des Streamingdienstes SpradeTV, welcher dem Verein neue Einnahmen generieren konnte. Zwar wurde der bisherige Erlös in neues Equipment reinvestiert, doch auch in der kommenden Saison wird mit regem Zuspruch gerechnet, so dass sich die Investition langfristig auszahlen sollte.
Spannend wurde es dann noch einmal bei der Wahl der Vorstände. Keine Überraschung gab es auf den Posten 1. Vorstand (Markus Janka), 2. Vorstand (Jens Neuhaus) und Finanzen (Stefan Heindl), die sich alle zur Wiederwahl stellten und durch die Mitglieder bestätigt wurden. Der vakante Vorstand Nachwuchs wurde mit Michael Dreimann neu bekleidet und auch der zuletzt unbesetzte Posten des 3. Vorstands konnte mit Klaus Berger ebenfalls wieder besetzt werden. Um die Bedürfnisse des Eiskunstlaufs und der Damen zukünftig besser abdecken zu können ist zudem angedacht, Beiräte für diese Bereiche zu installieren.
Nach knapp zwei Stunden mit durchaus lebhaften Diskussionen, beendete der alte und neue 1. Vorstand Markus Janka den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung. Vor dem ESC Geretsried liegt wieder ein spannendes Jahr, doch mit Unterstützung der Mitglieder, Helfer und Sponsoren ist der Ausblick in die Zukunft weiterhin absolut positiv!

veröffentlicht am: 21.7.2025