Das war nichts, beim Heimspiel gegen Füssen kommen die Rats mit 1:7 unter die Räder des Tabellenführers und müssen mit dem 0-Punkte Wochenende einen Rückschlag im Kampf um Platz 8 hinnehmen.

Das Unheil nahm schnell seinen Lauf, denn die Gäste legten los wie die Feuerwehr. Nachdem man im eigenen Drittel die Scheibe nicht klären konnte, war am Ende der Kette Payeur mit einem Direktschuss zur Stellung und besorgte die frühe Führung (4.). Der sonst so sichere David Albanese griff danach komplett ins Leere und kassierte direkt vom darauffolgenden Bully das 0:2 durch Lubos Velebny (4.). Der Doppelschlag steckte den Rats tief in den Knochen, EVF-Torwart Hötzinger wurde kaum unter Druck gesetzt. Füssen spielte weiter mit klarer Struktur und packte durch Wood das 0:3 drauf (9.). Im Laufe des ersten Drittels scheiterten die Gäste allein vier Mal an Latte oder Pfosten, es hätte durchaus noch schlimmer für den ESC kommen können.

Auch nach dem Seitenwechsel deutete nichts auf eine Wendung hin. Velebny wurde im eigenen Drittel sträflich alleine gelassen, per Direktschlagschuss hämmerte der Verteidiger den Puck zum 0:4 in die Maschen (25.). Jetzt endlich zeigten die Rats eine Reaktion und nahmen langsam aber sicher mehr Fahrt auf. In Überzahl fälschte Bernhard Jorde einen Schuss von Martin Köhler unhaltbar zum 1:4 ab und sorgte zumindest für etwas Mut in den Reihen des ESC (34.). Jetzt war auch Hötzinger gefordert, aber der Schlussmann machte einen sehr sicheren Eindruck und ließ trotz guter Möglichkeiten keinen weiteren Treffer mehr zu.

Die große Schlussoffensive im letzten Drittel fand statt, allerdings von Füssen und nicht von den Rats. Die Gäste feuerten nun aus allen Rohren, getreu dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Der ESC versuchte kämpferisch dagegenzuhalten, doch gelingen sollte nichts mehr. Spätestens nach dem 1:5 durch Payeur war die Moral gebrochen. Da passte es leider perfekt ins Bild, dass Bene May einen Penalty vergab. Füssen schraubte die Anzeigetafel durch Wood und Payeur noch auf 1:7, die Rats erhielten im eigenen Stadion eine saubere Watschn.

Fazit: Füssen war sehr gut, keine Frage. Man machte es den Gäste aber stellenweise viel zu einfach und schaffte es in der Offensive nur 10 Minuten, Druck auf den Torhüter auszuüben. Das punktelose Wochenende schmerzt aber der Blick auf die Tabelle macht auch Mut. Platz 8 ist noch in Reichweite, am kommenden Wochenende müssen Punkte her.


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