Zum dritten Spieltag durfte man den EV Füssen als Gast im Heinz-Schneider Eisstadion begrüßen. Die Mannschaft von Thomas Zellhuber startete furios in die Verzahnungsrunde und besiegte am ersten Wochenende mit Lindau und Höchstadt die zwei Topfavoriten der Gruppe. Dementsprechend gewarnt waren die Rats.

Keine halbe Minute zeigte die Stadionuhr an und es hätte durchaus schon 1:1 stehen können. Bei einer 2-1 Situation war Ondrej Horvath jedoch etwas zu eigensinnig und nur Sekunden später entschärfte Martin Morczinietz gegen einen durchgebrochenen Gästestürmer stark mit der Fanghand. Weitere 40 Sekunden später der nächste Aufreger, doch Martin Köhler zielte zu genau und traf nur das Torgestänge. Das war der Auftakt in eine furiose Anfangsphase, denn die erste Überzahl für den EVF nutzte tatsächlich der ESC zum 1:0 (6.). Bene May tankte sich auf der rechten Seite wunderbar durch und bediente den einschussbereiten Dominic Fuchs mustergültig. Beinahe wäre den Rats auch in der zweiten Unterzahl ein Treffer gelungen, aber Meier reagierte bei dem verdeckten Schuss von May hervorragend. Es war kaum zu glauben aber als der ESC selbst erstmalig einen Mann mehr auf dem Eis hatte, musste Morczinietz zwei Mal in höchster Not gegen Oppenberger retten. Irgendwie verkehrte Welt aber für den neutralen Zuschauer eine höchst unterhaltsame Partie. Die Rats besuchten aber einfach zu oft die Strafbank, im vierten Unterzahl schepperte es hinter Morczinietz - Torschütze zum 1:1 war Simon (17.).

Jeweils einmal Pfosten auf beiden Seiten nach gerade mal drei Minuten im zweiten Durchgang, es ging also genauso rasant weiter wie es aufgehört hat. Änderung trat vorerst jedoch nicht bei der Strafzeitenvergabe auf, in der Rats-Kühlbox herrschte weiter reger Betrieb. Unterzahl = Torchance, so das anscheinend ungeschriebene Gesetz dieser Partie. Ondrej Horvath war auf und davon, wurde aber regelwidrig am Abschluss gehindert. Warum es aber statt Penalty nur zwei Minuten für die Gäste gab, wusste keiner so Recht. Plötzlich schlug das Strafzeitenpendel nur noch in Richtung Füssen aus und prompt klingelte es hinter Meier. Mit einer Traumkombination über Horvath und Merl landete der Puck bei Hans Tauber, der die Scheibe aus spitzem Winkel unhaltbar unter die Latte zimmerte (33.). Die zweiten zehn Minuten gingen klar an den ESC, aber Meier hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel.

Im letzten Drittel erarbeiteten sich die Rats, auch bedingt durch einige Strafzeiten gegen Füssen, zwar die größeren Spielanteile, konnten die Vorentscheidung aber zunächst nicht herbeiführen. Die Gäste kamen nur noch vereinzelt zu guten Chancen, mit aggressivem Forechecking unterband der ESC den Spielaufbau konsequent. So kam es wie es kommen musste, die Zellhuber riskierte alles und nahmen Meier für einen sechsten Mann vom Eis. Morczinietz ließ aber nichts mehr anbrennen und hielt die nächsten drei Punkte fest, am Ende ein nicht unverdienter Sieg für die Rats.

Fazit: Nach drei Spieltagen präsentieren sich die Rats als alles andere außer Kanonenfutter und haben bereits sechs Zähler auf dem Konto. Es macht einfach nur noch Spaß dieser Mannschaft zuzuschauen, die ohne Druck völlig befreit aufspielt. Doch bereits beim nächsten Auftritt in Höchstadt sind wieder alle gefordert, denn der Meister peilt nichts Geringeres als den sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga an.

26.01.2018 ESC Geretsried – EV Füssen 2:1 (1:1/1:0/0:0)

Tore:

Dominic Fuchs, Hans Tauber

Beihilfen:

Benedikt May, Martin Köhler, Ondrej Horvath, Daniel Merl

Strafen:

ESC Geretsried 12 Min.
EV Füssen 16 Min.

Zuschauer:  

455

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