Bei knackigen -3 Grad waren die Icehogs aus Pfaffenhofen zu Gast, laut Rats-Coach Ludwig Andrä ein sogenannter Muss-Sieg. Dass die Aufgabe alles andere als leicht wird zeigen allerdings die letzten Ergebnisse der Icehogs, die u.a. beim Tabellenzweiten Dorfen gewannen.

Die Gäste begannen mutig und setzten David Albanese früh unter Druck. Der ESC hingegen verpennte die ersten Minuten etwas und brauchte einige Zeit um ins Spiel zu finden, hatte aber bei einem Pfostenschuss durch Martin Köhler in Unterzahl Pech. Den Führungstreffer erzielten dann die Gäste, aber was war das denn bitte für ein krummes Ding? Aus ganz spitzem Winkel flippt Birk die Scheibe auf das ESC-Tor und irgendwie rutschte Albanese der Puck unter dem Arm über den Rücken und schließlich vom Schlittschuh ins Gehäuse (16.). Der Gegentreffer sorgte offensichtlich für Verwirrung, denn nur einen Einsatz später lief man den Gästen im eigenen Drittel hinterher und kann sich beim Pfosten bedanken, dass es weiterhin nur 0:1 stand. Die Rats wirkten weiter indisponiert, in Unterzahl scheitere Camello aber mit seinem Alleingang am ESC-Schlussmann.

Alles auf Null war die Devise für das zweite Drittel, denn bis dahin war das eine ziemlich durchwachsene Vorstellung. Die guten Vorsätze hielten ganze zwei Minuten, dann zappelte der Puck erneut im Netz. Neubauer fälschte in Überzahl ab und erhöhte auf 2:0 (23.). Diesmal kam die Antwort postwendend, Luis Rizzo verwertete die gute Vorarbeit von Klaus Berger mit einem schönen Schuss unter die Latte (24.). Den Ausgleich hätte im Anschluss Ondrej Horvath besorgen müssen, aber er schoss dem schon geschlagenen Gästetorwart Hähl auf die Schoner. Dann flachte die Partie enorm ab, beide Teams taten sich schwer zu Chancen zu kommen. Am meisten Wirbel veranstaltete noch die vierte Sturmreihe, ansonsten war das durch die Bank, vor allem offensiv, eine ausbaufähige Leistung. ECP-Torwart Hähl verlebte bis zu diesem Zeitpunkt einen eher ruhigen Abend.

Der Schlussabschnitt sollte es also für die Rats richten. Die dickste Möglichkeit hatte zunächst Michi Hölzl, aber er verfehlte bei seinem Alleingang das Tor. Auch das in letzter Zeit so starke Powerplay funktionierte an diesem Abend überhaupt nicht, zu harmlos waren die Versuche. Als Lucky Punch kann durchaus der Ausgleich von Mäx Hüsken gesehen werden. Der nicht unhaltbare Handgelenkschuss rutschte durch die Hosenträger des ansonsten sicheren Hähl (55.). Das 2:2 hielt dann auch bis zum Ende und so gingen beide Teams in die Verlängerung.

Wie schon in Peissenberg, hatten die Rats auch hier das bessere Ende für sich. Dominik Fuchs wurde auf der rechten Seite schön angespielt, bei seinem platzierten Handgelenkschuss auf die Stockhandseite hatte Hähl keine Chance (61.).

Fazit: Das war alles andere als eine Glanzleistung, aber Pfaffenhofen hielt über 60 Minuten auch sehr gut mit. Positiv ist sicherlich, dass man letztlich doch zwei Punkte mitnehmen konnte und im Kampf um Platz 8 weiter mittendrin ist.

01.12.2017 ESC Geretsried – EC Pfaffenhofen 3:2 n.V. (0:1/1:1/1:0)

Tore:

Luis Rizzo, Maximilian Hüsken, Dominic Fuchs

Beihilfen:

2 x Benedikt May, Klaus Berger, Michael Hölzl, Martin Köhler

Strafen:

ESC Geretsried 6 Min.
EC Pfaffenhofen 12 Min.

Zuschauer:  

283

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