Im dritten Vorbereitungsspiel wartete ein harter Brocken auf den ESC, der zu Gast beim EHC Klostersee war.

In Führung gingen zunächst die Hausherren. Zwei aufeinanderfolgende Strafzeiten nutzte der EHC um viel Druck auf ESC-Schlussmann Martin Morczinietz aufzubauen. Kaefer wurde dann sträflich allein gelassen, per Direktschuss stellte er auf 1:0 (8.). Ebenfalls in Überzahl konnten die Rats zurückschlagen. Mit einem platzierten Schlagschuss in die rechte obere Ecke war Englbrecht erfolgreich (14.). Mit steigender Spielzeit entwickelten sich vermehrt kleinere Hakeleien zwischen den Teams, Schiedsrichter Buckmann war einige Male gefordert. Bei 4 gegen 4 konzentrieren sich alle Rats-Spieler nur auf Kaefer, der am Ende mustergültig zum 2:1 auf Philip Quinlan querlegte (18.).

Klostersee war vor allem in Überzahl weiter brandgefährlich. Morczinietz musste sein ganzes Können aufbieten, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Auf der anderen Seiten parierte der ehemalige Geretsrieder Dominik Gräubig stark gegen den durchgebrochenen Daniel Merl. Die Gastgeber erspielten sich mit zunehmender Spielzeit zwar die klareren Torchancen, scheiterten aber entweder am Rats-Schlussmann oder der Latte (Kablau/33.).

Einen klasse Start erwischten die Rats im letzten Drittel. Dominik Meierl mit starker Übersicht, den Querpass hämmerte Martin Köhler per Direktschlagschuss zum 2:2 Ausgleich hinter die mittlerweile eingewechselte Lisa Hemmerle (42.). Klostersee hatte die passende Antwort und erzielte bei abermals 4 gegen 4 den erneuten Führungstreffer. Frei vor dem ESC-Gehäuse traf Merz zum 3:2 (45.). Jetzt konnten die Gastgeber nachlegen, mit einem nicht völlig unhaltbaren Handgelenkschuss in die Fanghandecke war Kablau gegen den ansonsten gut aufgelegten Morczinietz erfolgreich (47.). Den Rats ging zum Ende ein bisschen der Dampf aus und so kam der EHC nach etwas konfuser Regelauslegung in doppelter Überzahl noch zum 5:2. Torschütze zum Endstand war der starke Raphael Kaefer (60.).

Fazit: Mit drei Toren in der letzten Viertelstunde machten es die Gastgeber deutlich, vielleicht etwas zu deutlich. Klostersee war die tonangebende Mannschaft aber die Rats haben sich nicht versteckt. Sicherlich hat das Team von Ludwig Andrä noch einige Baustellen (u.a. Zuordnung im eigenen Drittel, Unterzahl, Aufbau) aber grundsätzlich war die Leistung nicht schlecht. Das Team befindet sich noch mitten in der Vorbereitung und ist auf einem guten Weg. Bitter hingegen ist das momentane Lazarett, den mit Klaus Berger, Michael Wiedenbauer und Nico Wischnewsky sind bereits drei Spieler auf der Verletztenliste.

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