Halbzeit in der Vorrunde, zu mindestens nach dem extrem wichtigen Spiel gegen Passau. Beide Teams kämpfen mit einigen anderen um den begehrten Platz 8 und lagen vor diesem Match nach Punkten gleichauf.

Anders als am Freitag gelang dem ESC diesmal der Blitzstart, gleich in der ersten Überzahl erzielte Ondrej Horvath per Direktschlagschuss das frühe 1:0 (3.). Passau zeigte sich völlig unbeeindruckt und wollte den schnellen Ausgleich, aber David Albanese war auf dem Posten. Etwas überraschend erhöhten die Rats dann auf 2:0, denn die Black Hawks waren in dieser Phase des Spiels doch etwas präsenter. Umso schöner, dass Verteidiger Nino Poch bei einem Ausflug in die Offensive die schon verlorene Scheibe von Teamkollege Bene May wiederbekam und mit einem nicht unhaltbaren Schuss sein erstes Saisontor markieren konnte (15.). Dieser Treffer zeigte dann aber Wirkung bei den Gästen, denn bereits in der darauffolgenden Überzahl durfte der nicht immer sicher wirkende EHF-Torwart Resch schon wieder die Scheibe aus seinem Kasten fischen. Dominic Fuchs verwertete einen Nachschuss und erhöhte auf eine komfortable Drei-Tore-Führung. Passau blieb offensiv weiterhin brandgefährlich und kam nicht unverdient noch im ersten Drittel zum 3:1. Müller erwischte den Schuss im Slot perfekt und nagelte die Scheibe an den Innenpfosten (19.).

Im zweiten Drittel verkürzte Passau durch den auffälligen Sulcik in Überzahl schnell auf 3:2 und brachte wieder ordentlich Pfeffer in die Partie (25.). In der Folge leisteten sich die Rats zu viele Strafzeiten und brachten sich dadurch selber in Bedrängnis. Obwohl die Gäste die numerische Überlegenheit nicht schlecht ausspielten, reichte es zu keinem weiteren Treffer. Dies lag mit Sicherheit auch an einem glänzend aufgelegten David Albanese, der nach dem Spiel zurecht Spieler des Abends wurde. Mit eigenen Chancen sah es im Mitteldrittel generell schlecht aus, in den letzten zwei Minuten kam es dafür ganz dick. Erst verpasste Bene May den passenden Abspielmoment um eine halbe Sekunde und nur wenig später vertändelte Ondrej Horvath eine 2-0 Situation, als er den einschussbereiten Mäx Hüsken nicht bediente sondern am Tor vorbeischoss.

Die Entscheidung wurde also auf das Schlussdrittel vertagt und hier blieb es lange spannend. Ganz wichtig war der Treffer von Hans Tauber, der sich in Überzahl ein Herz fasste und sein Solo mit der Rückhand zum 4:2 abschloss (51.). Ein Treffer mitten ins Herz der Black Hawks, denn das große Aufbäumen der Gäste blieb aus. So war es Mäx Hüsken vorenthalten, mit seinem Empty-Net Tor den Deckel endgültig drauf zu machen (59.).

Fazit: Obwohl das Überzahl rein optisch ziemlich zerfahren aussah, erzielte man dort drei Treffer. Das war im Endeffekt auch der Knackpunkt dieser Partie, denn Passau war im Powerplay zwar stets gefährlich, jedoch nur einmal erfolgreich. Die Gäste machten es dem ESC wirklich nicht leicht, am Ende fehlte aber die Konsequenz um doch mit etwas zählbarem nach Hause zu fahren.

19.11.2017 ESC Geretsried – EHF Passau 5:2 (3:1/0:1/2:0)

Tore:

Ondrej Horvath, Nino Poch, Dominic Fuchs, Hans Tauber, Maximilian Hüsken

Beihilfen:

2 x Christian Heller, 2 x Benedikt May, 2 x Martin Köhler, Stephan Englbrecht, Michael Wiedenbauer, Bernhard Jorde

Strafen:

ESC Geretsried 22 Min.
EHF Passau 18 Min.

Zuschauer:  

388

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