Was für ein Einstand im runderneuerten Heinz-Schneider Eisstadion! Mit einer Energieleistung bezwingt der ESC die Eishackler aus Peissenberg 5:3 und schwimmt nach dem dritten Sieg in Serie weiter auf der Erfolgswelle.

Im ersten Drittel deutete zunächst überhaupt nichts auf einen Heimsieg hin. Peissenberg war wie erwartet die spielstärkere Mannschaft und setzte die Rats regelmäßig im eigenen Drittel fest. Die wenigen Entlastungsangriffe wurden ziemlich leichtfertig vergeben, Florian Lechner zielte bei einer 2 auf 1 Situation nicht genau genug und verfehlte das Tor. David Albanese hatte alle Hände voll zu tun, mit dem Schoner parierte er ganz stark nach Querpass + Direktschuss und verhinderte den frühen Rückstand. In der 13. Spielminute war er dann aber machtlos, als Markus Andrä nach guter Vorlage nur noch zum 0:1 einschieben musste. Besonders in Unterzahl brennte es lichterloh vor dem ESC-Gehäuse und so war es auch wenig verwunderlich, dass Peissenberg mit einem Mann mehr auf dem Eis die Führung in Form von Maximilian Barth auf 0:2 ausbaute (15.).

Auch im zweiten Abschnitt lief es vorerst nicht besser für die Rats, die irgendwie keinen richtigen Zugriff auf das Spiel bekamen. Peissenberg hingegen fing unverständlicherweise schon gegen Mitte des Spiels an, seinen Zwei-Tore Vorsprung zu verwalten und das sollte sich für die Gäste bitter rächen. Mit einem Doppelschlag meldeten sich die Hausherren eindrucksvoll zurück und stellten die Anzeigetafel innerhalb von 25 Sekunden auf 2:2. Ondrej Horvath stocherte die Scheibe zum Anschlusstreffer über die Linie, Dominik Meierl platzierte nur Sekunden später seinen Schuss genau in das linke Toreck (beide 35.). Der ESC war wieder mittendrin im Geschäft und konnte vorne endlich Druck auf TSV-Schlussmann Resch aufbauen. Bernhard Jorde scheiterte mit seinem Sololauf nur knapp und so ging es mit einem ausgeglichenen Spielstand in den Schlussabschnitt.

Nach einem erneuten Überzahltreffer der Eishackler zum 2:3 schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Valentin Hörndl traf mit einem trockenen Handgelenkschuss und brachte die Eishackler wieder in Führung (45.). Doch die Rats gaben sich noch nicht geschlagen und warfen alles in die Waagschale. Dominic Fuchs konnte sich im Angriffsdrittel dann ganz stark gegen zwei Peissenberger durchsetzen und brachte die Scheibe gefährlich vor das Tor. Wieder großes Durcheinander und wieder schalteten die Rats schneller, diesmal war es der aufgerückte Kapitän Andreas Dornbach, der zum Ausgleich vollenden konnte (51.). Als knapp vier Minuten vor Schluss eine weitere Strafe gegen die Rats ausgesprochen wurde, musste man das schlimmste befürchten. Doch Dominik Meierl hatte wohl keine Lust auf einen dritten Unterzahl-Gegentreffer und spielte vom Bully weg die halbe Eishackler-Hintermannschaft schwindlig. Den Nachschuss drückte Martin Köhler dann zur erstmaligen Rats-Führung über die Linie (57.). Schockzustand bei den Gästen, die jedoch wenig später mit zwei Mann mehr die große Möglichkeit auf den Ausgleich hatten. Resch machte für den sechsten Feldspieler Platz, Gästetrainer Neal setzte alles auf eine Karte. Doch die Peissenberger spielten zu ungenaue Pässe, einen davon fing Ondrej Horvath ab und flippte die Scheibe zum 5:3 in das verwaiste Eishackler-Tor (59.). Auf den Rängen rastete nun auch der letzte Geretsrieder Anhänger aus, die Sensation war perfekt und Peissenberg geschlagen.

Fazit: Die Gäste waren sich zu früh zu sicher und die Rats zeigten eine super Mannschaftsleistung. Um so einen starken Gegner zu schlagen, muss viel zusammenpassen. Effizienz, schwächelnde Peissenberger, starke Rats und etwas Glück gaben heute den Ausschlag für den ESC, es war eine begeisternde Heimpremiere im neuen Schmuckkästchen. Heinz Schneider wäre stolz gewesen…

21.10.2016 ESC Geretsried – TSV Peissenberg „Eishackler“ 5:3 (0:2/2:0/3:1)

Tore: Ondrej Horvath (2), Dominik Meierl, Andreas Dornbach, Martin Köhler
Beihilfen: Dominic Fuchs (3), Maximilian Hüsken (2), Nino Poch, Dominik Meierl
Strafen: ESC Geretsried 22 + 10 Min (Lauer)
TSV Peissenberg 14 Min.
Zuschauer:   419

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