Rückenwind durch vier Siege in Folge, voller Fanbus, beste Stimmung: Es war alles angerichtet für ein erfolgreiches Auswärtsspiel bei den Pfaffenhofen Icehogs. Die Gastgeber selbst wollten natürlich auch Grund zum Jubeln haben und wehrten sich vehement, letztlich aber vergeblich. Nach 60 Minuten leuchtete ein 2:4 von der Anzeigetafel, der fünfte Sieg im fünften Spiel bedeutet eine perfekte Bilanz zur Halbzeit in der Abstiegsrunde.

Alles andere als große Euphorie löste jedoch das erste Drittel aus, denn Pfaffenhofen störte Früh im Aufbau und machte dem ESC das Leben gehörig schwer. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware und so verwunderte es nicht, dass wieder eine Überzahlsituation zum 0:1 führte. Mit einem verdeckten aber keineswegs unhaltbaren Handgelenkschuss aus dem hohen Slot war Martin Köhler erfolgreich (14.). Mäx Hüsken hätte wenig später auf 0:2 stellen müssen, allerdings schoss er auf das eigentlich leere Tor doch noch ECP-Torwart Weinert am Schoner an.

Auch im Mitteldrittel blieb das Spiel eine enge Angelegenheit, die Icehogs fanden aber wenig Mittel gegen die gute gestaffelte ESC-Abwehr um den erneut souveränen Torwart Albanese. Auch die Rats-Stürmer taten sich über lange Strecken des Spiel sehr schwer, es war eine gute Leistung beider Abwehrreihen.

Für Stimmung im Stadion sorgte dann endlich der Schlussabschnitt. 5-3 Überzahl für den ESC und die Jungs von Flocko Funk ließen sich nicht lange bitten. Ondrej Horvath packte den Hammer aus und Bernhard Jorde fälschte entscheidend ab, die Scheibe trudelte zum 0:2 über die Linie (41.). Immer noch mit einem Mann mehr auf dem Eis konnte man nachlegen, diesmal machte es Hüsken mit einem schönen Handgelenkschuss unter die Latte besser (43.). Der Rückstand schien den Kampfgeist der Gastgeber geweckt zu haben, denn herschenken wollte man die Punkte nicht. Bei einer Unachtsamkeit in Unterzahl war es dann auch soweit und Thomas Bauer war mit einem strammen Schuss nach schöner Kombination zum ersten Mal für die Icehogs erfolgreich (48.). Statt sich hinten einzumauern spielte der ESC weiter munter nach vorne, was vor allem Zeit von der Uhr nahm. Knappe zwei Minuten vor Schluss riskierten die Gastgeber mit der Herausnahme des Torhüters bereits alles, wurden für den Mut aber nicht belohnt. Der wiedergenesene Dominik Meierl traf punktgenau aus dem eigenen Drittel und packte den Deckel auf diese Partie. Vier Sekunden vor Schluss jubelte der ECP noch einmal, doch der Treffer von Trolda war nicht mehr als Kosmetik.

Fazit: Den Rats scheint momentan einfach alles zu gelingen, selbst wenn die eigenen Leistung (zwei Drittel lang) doch ziemlich ausbaufähig war. Pfaffenhofen zeigte vor allem kämpferisch eine starke Vorstellung, war jedoch im Abschluss gegen einen wieder mal starken Albanese zu harmlos. Mit sagenhaften 15 Punkten aus 5 Spielen haben die Rats tatsächlich jeden möglichen Punkt zur Halbzeit der Abstiegsrunde geholt und sollten mit dem Abstieg eigentlich nichts mehr zu tun haben. Mit einem Sieg am Freitag in Passau wäre auch rechnerisch alles in trockenen Tüchern, der ESC wird alles daran setzen diese starke Saison so früh wie möglich zu krönen.

05.02.2017 EC Pfaffenhofen - ESC Geretsried 2:4 (0:1/0:0/2:3)

Tore:

Martin Köhler, Bernhard Jorde, Maximilian Hüsken, Dominik Meierl

Beihilfen:

2 x Ondrej Horvath, Benedikt May, Martin Köhler

Strafen:

EC Pfaffenhofen 16 Min.
ESC Geretsried 14 Min.

Zuschauer:  

186

Zum Seitenanfang