Der ESC feiert vor einer bescheidenen Kulisse von nicht mal ganz 300 Zuschauer bei knackigen -8° einen guten Einstand in der Abstiegsrunde und besiegte die EHF Passau Black Hawks deutlich mit 7:1 (1:0/3:0/3:1).

Die Gäste waren zu Beginn der unangenehme Gegner den man erwartet hatte. Immer wieder schafften Sie es mit guten Kombinationen schnell in das Rats-Drittel einzudringen und David Albanese unter Druck zu setzen, lediglich im Abschluss scheiterten die Black Hawks regelmäßig. Bei den Hausherren dauerte es ein wenig aber dann kam auch die Rats-Offensive besser in Schwung. Mit zwei Mann mehr sollte der erste Treffer fallen, auch wenn hier viel Glück im Spiel war. EHF-Torwart Vetter hatte eigentlich gerade erst einen Schuss geklärt, als bei einem Befreiungsschlag der Passauer Defensive Hüsken am Schlittschuh getroffen wird und Vetter zum 1:0 überraschte (15.). Den Rats war´s egal, endlich konnte man bei 5-3 wieder einen Treffer erzielen. Es sollte nicht der letzte Überzahltreffer an diesem Abend gewesen sein.

Bis zu Mitte des Spiels sahen die Zuschauer weiter eine ausgeglichene Partie, die Black Hawks wollten den Ausgleich. Wieder in Überzahl erzielten jedoch die Rats den wichtigen zweiten Treffer, Martin Köhler vollendete seinen Alleingang sehenswert im Fallen mit einem Schuss in das rechte Kreuzeck (30.). Was einmal klappt, kann doch noch ein zweites Mal klappen? Das dachte sich wohl Köhler, denn erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis war er erfolgreich, diesmal bezwang er Vetter im Nachschuss zum 3:0 (36.). Die Gäste standen nun ziemlich unter Druck und konnten in dieser Phase kaum nennenswerte Torchancen kreieren. Stattdessen legte Ondrej Horvath noch einen drauf und überraschte Vetter mit einem Rückhandschuss in das kurze Eck zum 4:0 (38.).

Das letzte Aufbäumen der Black Hawks blieb aus und die Rats spielten weiter munter nach vorne. Hüsken schnürrte den Doppelpack (49.) und Klaus Berger verwandelte per Direktschuss zum 6:0 (51.). Dann schlug die Stunde von Bernhard Jorde. Der Rats-Verteidiger fing im Mitteldrittel einen Pass der Passauer ab und rannte wie von der Tarantel gestochen Richtung Gästetor. Im hohen Tempo konnte er die Scheibe noch auf die Rückhand legen und ließ Vetter keine Chance (53.). Einziger Wermutstropfen war dann der Schlusspunkt zum 7:1, Detterer überwand Albanese mit einem leicht abgefälschten aber knallharten Handgelenkschuss (58.) und verwehrte dem ESC-Schlussmann seinen Shutout. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, wichtig waren allein die drei Punkte.   

Fazit: So hatte man sich den Einstieg in die Abstiegsrunde vorgestellt. Nachdem Offensiv zuletzt etwas der Wurm drin war, sind diese sieben Tore auch etwas Balsam für die angeschlagenen Stürmerseelen. Passau brach gegen Mitte des zweiten Drittels ein und fand nicht mehr in das Spiel zurück. Die Konzentration liegt aber bereits schon wieder auf dem kommenden Wochenende, denn mit Germering und Schongau warten zwei harte Gegner auf den ESC.

22.01.2017 ESC Geretsried – EHF Passau 7:1 (1:0/3:0/3:1)

Tore:

2 x Martin Köhler, 2 x Mäx Hüsken, Ondrej Horvath, Klaus Berger, Bernhard Jorde

Beihilfen:

2 x Dominik Meierl, 2 x Bernhard Jorde, Klaus Berger, Nino Poch, Benedikt May, Martin Köhler, Andreas Dornbach

Strafen:

ESC Geretsried 12 Min.
EHF Passau 20 Min.

Zuschauer:  

293

 

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